Über den Film

Digitale Nomaden - Deutschland zieht aus

Digitale Nomaden - Deutschland zieht aus.

Original-Film aus dem Jahr 2014

Digitale Nomaden sind ortsunabhängig lebende Freigeister, die ihre Arbeit an jedem Ort der Welt ausüben können. „Digitale Nomaden – Deutschland zieht aus“ ist der erste deutschsprachige Dokumentarfilm über ein Thema, das uns alle angeht und auf das die Gesellschaft und die Arbeitswelt Antworten finden muss.

Der Film erzählt die mitreißenden Geschichten von fünf etablierten digitalen Nomaden in Deutschland, begleitet von der Hauptfigur Thorsten Kolsch (34), der für sich selbst herausfinden möchte, ob dieses Lebensmodell das richtige für ihn ist. Einige Fakten, wie etwa die Selbstständigkeit, hatte der Hamburger bereits im Vorfeld geschaffen. Doch was muss man darüber hinaus beachten, wenn man digitaler Nomade werden möchte?

Es kommen auch Thorstens Freunde und Familie zu Wort, denn klar ist: Das Thema greift bis in das persönliche und zwischenmenschliche Umfeld. Was bedeutet Heimat, wenn man dauernd umherreist? Was macht das mit den sozialen Kontakten? Und was wäre, wenn sich jeder für ein ortsunabhängiges Leben entscheiden würde? Stößt der oftmals propagierte Idealismus nicht irgendwann an seine Grenzen und trifft dabei auf die schonungslose Wirklichkeit?

Die Antworten auf diese Fragen können sicher nicht in einem Film beantwortet werden. Doch der Film wühlt auf, gibt Denkanstöße und stellt einen völlig neuen Lebensstil vor, der bereits heute so viele Menschen in Deutschland in den Bann zieht.

Digitale Nomaden 2 - Deutschland meldet sich ab

Digitale Nomaden 2 - Deutschland meldet sich ab.

Der Update-Film 2015

Im Unterschied zum ersten Film "Deutschland zieht aus", gehen wir mit "Digitale Nomaden 2 - Deutschland meldet sich ab" einen weiteren Schritt und dokumentieren, wie sich das Leben der digitalen Nomaden in den folgenden zwölf Monaten verändert hat.

In der Original-Dokumentation von 2014 macht Thorsten Kolsch sich auf den Weg, die bekanntesten digitalen Nomaden Deutschlands kennenzulernen. Er findet heraus, warum sie rastlos durch die Welt fahren, wie sie ihren Alltag organisieren, wie sie "ihr passives Einkommen generieren" und ob alle diese Aspekte auch in seinem Leben einen Platz finden könnten.

Im Jahr 2015 machte sich das Produktionsteam erneut auf den Weg, die Nomaden zu treffen. Dieses Mal möchten sie ihnen etwas mehr auf den Zahn fühlen: ist alles wirklich so rosig, wie sie es im ersten Film beschrieben haben? Finden sie, dass die "Bewegung" eine gute Entwicklung macht? Haben sie Bedenken, was die Nachhaltigkeit ihres Lebensstils betrifft? Der zweite Film zum Thema "Digitale Nomaden" ist keine Abrechnung, aber er möchte mehr Fragen stellen und mehr Antworten präsentieren. Auch wird es um die Frage gehen, wie sich das Leben vom Hauptakteur Thorsten Kolsch verändert hat. Hat er noch seine Lagerbox? Lebt er weiterhin in Ferienwohnungen? Wie definiert er heute ortsunabhängiges Leben und Arbeiten? Ist das digitale Nomadentum ein Selbstzweck, ein Lebensstil oder vielleicht doch nur eine Momentaufnahme, die sich im nächsten Augenblick aufgrund äußerer Veränderungen wieder relativieren kann?

"Digitale Nomaden 2 - Deutschland meldet sich ab" ist ein Pflichtprogramm für die, die den ersten Film bereits gesehen haben und für alle, die das komplette Bild haben wollen.

Die Bewegung der Digitalen Nomaden

Die Bewegung 1 Die Bewegung 2

Digitale Nomaden sind Menschen, die ortsunabhängig arbeiten und mit digitalen Dienstleistungen ihren Lebensunterhalt bestreiten – und: sich selbst als „Digitaler Nomade“ fühlen. Der technologische Wandel der letzten Jahre ermöglicht vielen Teams und Projektpartnern, ohne räumliche Anwesenheit miteinander zu arbeiten. Der gesellschaftliche Wandel hat Online-Informations- & Fortbildungsmedien zu einer legitimen Alternative von gedruckten Ratgebern und Fachbüchern gemacht. „Self-Publishing“ bedeutet, ohne Verlag und Redaktion sein eigenes geschriebenes Wort zu veröffentlichen und ohne Zwischenwege zu verkaufen. Nutzt man diese Entwicklungen zu seinem Vorteil und bietet sein Fachwissen oder seine ausgeübte Dienstleistung über das Internet an, lässt sich ein ortsunabhängiges Leben sehr leicht umsetzen. Die öffentliche Akzeptanz des eigenen Expertenstatus ist dabei von zentraler Bedeutung. Ob diese durch Studium oder Lebenserfahrung angeeignet wurde, ist von Branche zu Branche unterschiedlich. Von einem Reiseblogger wird erwartet, dass er bereits mehr als zwei Hände voller Länder gesehen und dafür einige Geheimtipps parat hat. Ein Webentwickler sollte hingegen gut studiert haben und/oder schon einige Jahre professionelle Projektpraxis vorweisen können. Nutzt man diese Erfahrungen, um ein selbstständiges Online-Business zu gründen und frei von Wohnort und Lebensraum zu sein, wird man in der Community der „Digitalen Nomaden“ ein akzeptiertes Mitglied. Auf dem Rücken einer bereits in Amerika bestehenden Strömung bildet sich derzeit eine Gruppe von „Nine-to-Five“-Ausbrechern, die mit der DNX (Digitale-Nomaden-Konferenz, Berlin) mittlerweile eine regelmäßige Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch und Networking haben. Zahlreiche etablierte Medien berichten bereits über einzelne Aspekte des digitalen Nomadentums, wie etwa einem reisefreundlichen, minimalistischen Lebensstil (e1m.eu/dn-feli-marcus-stv), der Ortsunabhängigkeit im professionellen und sozialen Kontext (e1m.eu/dn-thorsten-spon) und über den Traum der 4-Stunden-Arbeitswoche (e1m.eu/dn-dynamite-circle-spon).

Sketchnotes von DIGITALE NOMADEN 1

Entstanden im Rahmen des Filmfestivals FUTURALE. Freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Katharina Bluhm

Sketchnote 1
Sketchnote 2

Die Produktion

Storyline

Nachdem Thorsten Kolsch den Entschluss gefasst hatte, sich mit dem Thema „Digitale Nomaden“ – auch in Bezug auf seine eigene persönliche und berufliche Entwicklung – zu beschäftigen, teilte er die Idee einer dokumentarischen Aufarbeitung mit seinem Freund und Kollegen Tim Jonischkat. In den ersten Planungstreffen entstand schnell die Idee, Thorstens persönliche Geschichte und seinen eigenen Reflektions- und Entscheidungsprozess zum zentralen Bestandteil des Films zu machen. Tim skizzierte eine mögliche Storyline, Thorsten organisierte erste Interviewpartner. Im fortschreitenden Produktionsverlauf stellten sich zu ihrer großen Begeisterung viele neue Interviewpartner zur Verfügung. So wurde es ihnen möglich, die Abbildung der Thematik noch um einige Facetten anzureichern. Die Interviewreihe beendeten sie mit Thorsten’s Eltern und Freunden, um mit ihnen seine Entscheidung zum Nomadendasein zu reflektieren. Nach einer finalen Sichtung des gemeinsamen Materials fertigten sie ein Skript an, das die Interviews um einige erzählerische Elemente anreicherte, die sie anschließend durch den Nachdreh von darauf abgestimmten Bildern in seinem Wohn- und Arbeitsumfeld komplettiert wurden. Nach einer ca. 4-wöchigen Schnittzeit unterstützte Axel Naumer das Produktionsteam bei der finalen Audiomischung. Die Premiere fand am 2. Oktober 2014 vor 250 Gästen im Rahmen der zweiten DNX im Filmtheater am Friedrichshain in Berlin statt.

Filmisches Konzept

Der Dokumentarfilm legt einen starken Fokus auf die Vorgeschichte und persönliche Entwicklung der Hauptfigur Thorsten Kolsch und nutzt eine chronologische Erzählform, um dem Zuschauer die Identifikation mit ihm zu vereinfachen und seine persönliche Entwicklung nachvollziehbar abzubilden. Da Thorsten selbst Teil des Produktionsteams ist, wurde auf ein Einzelinterview mit ihm allein verzichtet. Stattdessen werden Teile des Films von ihm selbst in einer moderierenden, erzählenden Rolle durch Off-Texte, unterstützt von inszenierten Bildern, wiedergegeben. Für die insgesamt sieben Interviews wurde durchgängig ein Multikamera-Setup mit ein bis zwei statischen Kameras und einer beweglichen Kamera eingesetzt. Die Interviews finden größtenteils in realen, offenen Umgebungen statt. Thorsten wird in allen Interviews explizit als Gesprächspartner (sowohl im Anschnitt als auch im Gegenschuss) gezeigt. Die Bildsprache orientiert sich hier an modernen dokumentarischen Formaten der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten, in denen auch die Interviewsituation durch Sichtbarmachung von Kamera- und Lichtequipment expliziert wird.

Das Team

Thorsten Kolsch

Thorsten Kolsch

Buch / Produktion

Thorsten ist gebürtiger Dortmunder und überall dort anzutreffen, wo es schön ist, wo er sich wohl fühlt und wo er arbeiten kann. Seit bereits 17 Jahren ist er der Musik- und Medienbranche verfallen, davon seit etwa fünf Jahren selbstständig mit seiner Einzelunternehmung thokomedia. Seine Leidenschaft? Die Umsetzung von digitalen Content-Projekten. Projekte, die inspirieren, unterhalten und weiterhelfen. Die "Digitale Nomaden"-Filmreihe ist ein solches Projekt. Der 1. Juli 2014 war für ihn ein Schicksalstag. Denn seitdem sieht er sich als ortsunabhängig lebender und arbeitender Mensch, auch digitaler Nomade genannt. Als Moderator und Hauptakteur der Nomaden-Filmreihe wurde ihm während der Dreharbeiten bewusst, dass ein ortsunabhängiges Lebens- und Arbeitsmodell durchaus erstrebenswert ist. Heute ist Thorsten leidenschaftlicher Vollzeitreisender, der sich zwar seinen Arbeitsort aussuchen kann, aber dennoch Hamburg als seine Wahlheimat betrachtet.

 www.thokomedia.de

Tim Jonischkat

Tim Jonischkat

Buch / Kamera / Regie / Produktion

Tim ist ein Bochumer Pottkind. Er studierte direkt nach seinem Abitur "Software Systems Engineering" an der Universität Duisburg-Essen und zog derweil nach Essen. Später war das Haus der Emmastraße 1 sein wichtigster Ort, um mit Freunden eine gute Zeit zu haben. Die Marke "EmmaEins" sollte später auch die Grundlage zur Benennung seiner Firma EMMAEINSMEDIA werden. Nach einigen beruflichen Experimenten als wissenschaftlicher Mitarbeiter und IT-Berater machte er sich selbstständig und pendelte fortan zwischen Essen und Hamburg - der Stadt seines ersten Auftraggebers. Das Filmprojekt "Digitale Nomaden" folgte, es kamen Zweifel an der IT-Karriere, die sich aber mit der Auflösung seiner Essener WG wieder schnell verzogen. Seitdem ist Hamburg seine neue Heimat: erst 11qm WG-Zimmer, dann 26qm in Sankt Georg, nun endlich wieder eine 60qm-Wohnung, um Hamburg als Zuhause mit Freunden genießen zu können. Derweil weiterhin freiberuflicher Software-Ingenieur und viele Filmprojekte zur Realisierung im Kopf...

 www.tim-jonischkat.de

Axel Naumer

Axel Naumer

Sounddesign (Film 1)

Axel Naumer ist ein deutscher Radiomoderator und Kabarettist. Er war Mitbegründer und Autor des Heidelberger Kabaretts „Die Stichlinge“, dem er bis 1989 angehörte. Parallel begann er 1983 Sketche für SDR3 zu schreiben und moderierte dort die Sendungen „Nonsens & Satire“ und „Leute“, später auch die Sendungen „Blitzableiter“ und „Zungenschlag“ bei SDR1. Seit 1988 ist er auch beim WDR tätig. Heute moderiert er die WDR-2-Satiresendung „Zugabe“ und auf WDR 5 die Sendung „Schlag auf Schlag“. Zuvor moderierte er den „Satirischen Monatsrückblick Update“, dessen letzte Sendung am 19. November 2006 im Stadttheater Minden aufgezeichnet wurde und durch die im Konzept ähnliche Sendereihe „Schlag auf Schlag“ ersetzt wurde. Seit 2009 moderiert er zudem die Satiresendung Intensiv-Station auf NDR Info, die auch im NDR Fernsehen ausgestrahlt wird. Er lebt und arbeitet in Köln.

 www.radiobuehne.de

Benjamin Moritz Gronau

Benjamin Moritz Gronau

Schnitt (Film 2)

Benjamin ist freier Filmemacher und Regisseur. Aufgewachsen in Bochum, studierte er eben dort eine Zeit lang Medienwissenschaft und Theaterwissenschaft, wechselte aber dann für ein Regiestudium an die Filmakademie Baden-Württemberg nach Ludwigsburg. Seit 2012 ist er wieder zurück in Nordrhein-Westfalen und arbeitet aus Köln nicht nur in ganz Deutschland (sowie gelegentlich darüber hinaus), sondern auch in so ziemlich allen Bereichen der Filmproduktion. Tim kennt er noch aus Schultagen im Ruhrgebiet und so war er gleichermaßen überrascht, wie erfreut, als eben dieser sich vor zwei Jahren mit dem Wunsch zur Filmemacherei an ihn wendete. Einige gemeinsame Drehtage und verschiedene Projekte später ist Benjamin stolz, sich mit der Postproduktion an „Digitale Nomaden 2“ beteiligen zu dürfen und gibt sich äußert zuversichtlich, dass der Film seinen Zuschauern gefallen wird und erneut einen spannenden Einblick in die vielfältige Welt der Nomaden erlaubt!

 www.benjamingronau.de

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Stunden Material

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Drehtage

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15.600

Kilometer im IC(E)

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Pressestimmen

«Einige Hundert Menschen leben nach Schätzung von Arbeitsforschern derzeit im engeren Sinne als digitale Nomaden. Den Wunsch, zumindest zeitweise so zu leben, verspüren aber offenbar viel mehr Angestellte.»

«Würden wir nicht viel lieber häufiger verreisen, mit spannenden digitalen Content-Projekten unser Geld verdienen, und das Leben mehr als Abenteuer oder Spiel betrachten?»

«Nachdem der Film abgedreht war, stand Kolschs Entscheidung fest: Er wollte es als digitaler Nomade versuchen.»

«Mittlerweile hat auch Thorsten Kolsch keine Wohnung mehr, im Sommer hat er seine Möbel verkauft.»

«Am Traumstrand, in der Mega-Metropole - überall dort, wo die digitale Infrastruktur es zulässt und schnelle Internetverbindungen vorhanden sind. Der Arbeitsplatz ist die Welt. Hört sich gut an?»

«In seinem Dokumentarfilm „Deutschland zieht aus“ spricht Kolsch mit erfolgreichen Internetunternehmern und fragt, worauf es beim Leben als digitaler Nomade ankommt.»

«Patrick Hundt: Ich treffe zwar viele Leute, doch das sind nur flüchtige Bekanntschaften. […] So schön dieser Lifestyle auch ist, mir fehlt etwas: das soziale Umfeld.»

«Thorsten Kolsch erzählt in seiner Dokumentation die mitreißenden Geschichten von fünf etablierten Digitalen Nomaden in Deutschland.»

«Auch wenn der Dokumentarfilm nicht alle Fragen beantworten kann, beleuchtet er zahlreiche spannende Aspekte des neuen Lebensstils und lädt zum Nachdenken ein.»

«Das erste Dokumentarfilmprojekt aus dem Hause EmmaEinsMedia wurde an insgesamt 29 Orten abgedreht. Der Reiseaufwand betrug mehr als 12.500 Kilometer.»

«Seit langem habe ich noch mal einen Film gekauft und habe es nicht bereut. [...] Tolle Motivation gepaart mit Fernweh-Potential!»

«Für mich ist Heimat dort wo ich herkomme, nämlich dem Ruhrgebiet und meine Wahlheimat Hamburg, wo ich zwölf Jahre gelebt habe.»

«Digitale Nomaden - Deutschland zieht aus sollte ursprünglich ein fünfminütiger Imagefilm für Thorsten Kolschs Firma sein. Daraus wurde ein 70-minütiger Dokumentarfilm über digitale Nomaden.»

«Alle weiteren Einnahmen die darüber hinausgehen, sollen an den Verein Viva con Agua gespendet werden, der sich für den Brunnenbau in Entwicklungsländern einsetzt. Eine wirklich klasse Sache, die man nicht nur hervorheben, sondern meiner Meinung nach auch»

«Als er in Hamburg die Schiffe vorbeifahren sah, packte Thorsten Kolsch das Fernweh.»

«2014 begleitete der Nachwuchsfilmer Thorsten Kolsch für "Digitale Nomaden - Deutschland zieht aus" fünf Deutsche, die sich für ein Leben ohne festen Wohn- und Arbeitsplatz entschieden haben.»